Vorstand bestätigt und verjüngt

Jahreshauptversammlung der Neckargemünder Grünen

Eine gewisse Skepsis gegenüber steil ansteigenden Wachstumszahlen gehört bei den Grünen normalerweise zum guten Ton. Doch bei dem Rückblick auf die zurückliegenden zwölf Monate, mit dem der Vorstand des Neckargemünder Ortsvereins am vergangenen Donnerstag in der Griechischen Weinstube vor seine Mitglieder trat, machten die Anwesenden eine Ausnahme und freuten sich über ausgeprägte positive Tendenzen in vielen Bereichen: Gute Ergebnisse bei den Kommunal- wie bei den Bundestagswahlen bis über 20 Prozent, eine um einen Sitz gestärkte Fraktion im Gemeinderat und ein kräftiges Plus von nahezu 40 Prozent bei den Mitgliederzahlen. Fast eine Formsache war es angesichts dieser Bilanz, dass der amtierende Vorstand mit Petra Groesser, Hermino Katzenstein und Stefan Geißler umstandslos und einstimmig im Amt bestätigt wurde. Und auch hier gehen die Zahlen nach oben: Mit Lena Wagenpfeil rückte ein neues Mitglied in den Vorstand auf und erklärte sich bereit, in Zukunft Mitverantwortung für die Geschicke des Ortsverbands zu übernehmen.
Hermino Katzenstein, Lena Wagenpfeil, Petra Groesser und Stefan Geißler (v.l.n.r.)
Viel erreicht, noch viel vor: Hermino Katzenstein, Lena Wagenpfeil, Petra Groesser und Stefan Geißler (v.l.n.r.) bilden den neuen Vorstand der Neckargemünder Grünen
 
Mit einer Bildschirmpräsentation hatte der amtierende Vorstand die Höhepunkte des vergangenen Jahres noch einmal Revue passieren lassen: 2009 war aus der Sicht der Parteiarbeiter zuallererst ein Wahlkampfmarathon, der viel Arbeit bei der Erstellung eines Wahlprogramms und zweier Ausgaben der Grünen Blätter sowie bei der Planung und Durchführung von Veranstaltungen mit sich brachte. Gerade der Wahlkampf wurde von den Beteiligten zu einer Reihe von schönen Veranstaltungen genutzt: So wurde die Grüne Bundestagskandidatin Charlotte Schneidewind-Hartnagel bei einem Staffeltriathlon in ihrer Heimatstadt Eberbach durch eine Neckargemünder Mannschaft mit dem Namen „Grün bewegt - Charlotte nach Berlin!“ unterstützt. Nochmal viel geschmunzelt wurde auch über die pittoreske Aktion „Neckargemünd sucht ein Atommüllendlager“ mit der die Grünen in der heißen Phase des Bundestagswahlkampfes durch die Stadt gezogen waren. Wie nicht anders zu erwarten übrigens, war diese nicht ganz ernstgemeinte Suche ebenso wenig erfolgreich, wie überall sonst auf der Welt, wo bislang nach geeigneten Endlagerstätten gesucht wurde.
 
Schatzmeisterin Petra Groesser konnte in ihrem Kassenbericht darlegen, dass man dank behutsamer Ausgaben und viel Eigenleistung die beiden Wahlkämpfe auch finanziell gut überstanden habe. Auch der Webauftritt der Neckargemünder Grünen ist unter der kundigen Hand von Hermino Katzenstein in inzwischen neu aufgestellt. Angesichts des quirligen Lebens und der vielfach umtriebigen Mitglieder lautete die Bilanz von Stefan Geißler: „Wir sind am Ort nicht zu übersehen: Meist mittendrin und vielfach vorne dran.“

 Text: Stefan Geißler