Zum Ferienprogramm ins Silberbergwerk

 Mit einer aufgeweckten Kindergruppe unternahmen die Neckargemünder Grünen am vergangenen Dienstag einen Ausflug im Rahmen des Ferienprogramms: Hauptattraktion war die Schrießheimer Grube Anna-Elisabeth, in der in vergangenen Jahrhunderten Silber und Vitriol abgebaut wurde und die heute ein liebevoll gepflegtes Besucherbergwerk ist.  

Kinder und Grüne in Schutzkleidung mit Helm vor dem Silberbergwerk

Stilecht mit Helm und Umhang ausgerüstet fuhr die kleine Gruppe in den Berg ein, wo sie unter sachkundiger Führung vieles über Geschichte des Bergwerks erfuhr: Einige Jahrzehnte nur konnte gewinnbringend Silber abgebaut werden, bevor die Stollen im Mittelalter längere Zeit unbenutzt blieben um dann für den Abbau von Vitriol, einem Grundstoff unter anderem zur Herstellung von Tinte, wieder in Betrieb genommen zu werden. Die Arbeit unter Tage war eine rechte Schinderei und die Lebenserwartung der Bergleute betrug kaum vierzig Jahre, so sehr hatten sie unter Staublunge und Rheuma zu leiden. Quasi zum Ausgleich waren Bergleute angesehene freie Männer zu einer Zeit, in der viele ihrer Zeitgenossen ihr Leben als Leibeigene fristeten.

Feuersalamander auf einer Kinderhand

Nach einer spannenden Stunde in engen Gängen war man dennoch froh, wieder ans Tageslicht zu kommen und setzte den Ausflug mit einer Wanderung über die Schrießheimer Strahlenburg zur Schauenburg über Dossenheim fort, wo nach ausgiebigem Picknick und Herumtollen die Rückreise nach Neckargemünd angetreten wurde. Pünktlich gegen 17:30 Uhr konnten Lena Wagenpfeil und Heike und Stefan Geißler ihre Schützlinge wohlbehalten wieder an die Eltern übergeben.

Text: Stefan Geißler