Praxisbericht: Andrea Bock stellte uns ihr CityEL vor
Verfolgt man die Meldungen aus der Automobilbranche, so erlebt man mit, wie sich die großen Konzerne unter dem Eindruck der heraufziehenden Ölkrise und den nicht mehr wegzuleugnenden Umweltschäden durch Verbrennungsmotoren geradezu mit Ankündigungen über künftige Elektrofahrzeuge überschlagen. Was man dabei fast übersehen könnte, ist, dass es ausgereifte Elektrofahrzeuge für viele Einsatzzwecke seit Jahren auf dem Markt gibt.
Am vergangenen Samstag ließen wir uns von Familie Bock ihre Erfahrungen mit dem CityEL berichten und siehe da, nach einer detaillierten Übersicht über Konstruktionseigenschaften, Kosten und Erlebnisse mit dem Fahrzeug lautete das alles entscheidende Fazit: „Absolut alltagstauglich!“.
Andrea Bock konnte auch unseren kleinen Autotester rasch
von den Vorzügen von umweltschonender Mobilität überzeugen.
Mit einer Reichweite von ca. 60 km und einer Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h sind die möglichen Einsatzzwecke klar umrissen: Eine Person kann damit ohne Probleme bequem und unschlagbar günstig zum Arbeitsplatz pendeln. Ein kleiner Einkauf passt auch noch mit dazu, eine spontane Tour quer durch den Odenwald läge allerdings rasch jenseits der Möglichkeiten. „Wir haben uns hingesetzt und überlegt, wie ich das Fahrzeug nutzen würde, und heraus kam, dass über 90% meiner Fahrten alleine und zum Arbeitsplatz gehen.“ so Andrea Bock. Und für alles, was darüber hinausgeht, nutzt die Familie, die seither den eigenen Verbrennungsmotor-PKW abgeschafft hat, die Angebote der Stadtmobil AG in Neckargemünd.
Die „Tankfüllung“ für das CityEL kostet Centbeträge, Versicherung und Steuern sind fast nicht der Rede wert, einzig die Batterietechnik bringt nennenswerte Kosten mit sich: Ca. 7000 km hält ein Satz, der mit rund 800 Euro zu Buche schlägt. Länger halten moderne Lithium-Ionen-Batterien, die allerdings auch gleich ein Mehrfaches kosten. In der Gesamtsumme jedoch biete das CityEL Mobilität zu günstigen Preisen für alle jene, die seit langem darüber nachgrübeln, ob sie unbedingt täglich umgeben von tonnenweise privatem Blech im Berufsverkehr stehen möchten.
Eine schlaue Entscheidung, die Familie Bock da getroffen hat: Maßgeschneiderte Mobilität im Zusammenspiel aus Öffentlichem Verkehr, Teilauto und dem CityEL, die einen Ausblick auf die Zukunft bietet in der intelligenter, effizienter Umgang mit unseren Ressourcen der Normallfall werden wird – werden muss.
Stefan Geißler